Was sind Nasolabialfalten?
Nasolabialfalten sind die beiden Hautfalten, die von den Nasenflügeln zu den Mundwinkeln verlaufen. Die Nasolabialfalte markiert den natürlichen Übergang zwischen Wange und Oberlippe — deshalb hat jeder Mensch diese Linie, von Geburt an und in jedem Alter. Umgangssprachlich heißen Nasolabialfalten auch „Lachfalten“ oder „Kummerfalten“.
In einem jungen Gesicht mit vollem Mittelgesicht bleibt die Linie flach und fällt kaum auf. Ab etwa Mitte 30 verliert die Wange allmählich an Volumen und Halt; das absinkende Gewebe legt sich auf die Nasolabialfalte und vertieft die Linie Jahr für Jahr ein Stück. Das Gesicht kann dadurch müder oder strenger wirken, als der Mensch sich fühlt. Tiefere Nasolabialfalten sind keine Krankheit, sondern Teil der normalen Gesichtsalterung — eine Behandlung ist allein dann ein Thema, wenn die Falte subjektiv stört. Der etablierte Behandlungsansatz ist eine Unterspritzung mit Hyaluronsäure, häufig am Volumenverlust der Wange statt an der Falte selbst.
Nasolabialfalten sind kein Makel, sondern Teil eines normalen Gesichts. Ob Sie etwas an ihnen verändern möchten, ist allein Ihre persönliche Entscheidung — und genau so gehe ich das Thema in der Beratung an.
Wie Nasolabialfalten entstehen — die Ursachen
Auch wenn die Falte am Mund sichtbar wird, liegt ihre Ursache oft höher im Gesicht:
- Volumenverlust im Mittelgesicht. Mit den Jahren verliert die Wange an Volumen und sinkt leicht ab. Dieses absinkende Gewebe legt sich auf die Nasolabialfalte und vertieft sie — das ist häufig die eigentliche Ursache.
- Kollagen- und Elastinabbau. Die Haut verliert an Spannkraft und Festigkeit.
- Mimik. Jedes Lächeln bewegt die Region; über die Jahre prägt sich die Linie ein.
- UV-Strahlung und Lebensstil. Sonne, Rauchen, wenig Schlaf und Stress beschleunigen die Hautalterung.
Manche Menschen bemerken die Falte recht plötzlich oder schon in jungen Jahren — das hat meist mit Veranlagung, Gesichtsform und Hauttyp zu tun und ist kein Grund zur Sorge.
Liquid Lift — warum wir das Gesicht ganzheitlich denken
Lange galt es als naheliegend, die Nasolabialfalte direkt zu unterspritzen — also genau dort Volumen einzubringen, wo die Linie sichtbar ist. Heute wissen wir: Die Falte ist meist nicht die Ursache, sondern die Folge. Der eigentliche Auslöser sitzt höher im Gesicht, in der absinkenden Wange.
Deshalb gehe ich in der Beratung oft den umgekehrten Weg: nicht die Falte behandeln, sondern das Mittelgesicht stabilisieren. Wenn die Wange an ausgewählten Punkten mit Hyaluronsäure wieder Halt bekommt, hebt sich das Gewebe sanft an. Die Nasolabialfalte mildert sich dadurch, ohne dass wir sie selbst auffüllen — das Gesicht wirkt insgesamt frischer, statt punktuell aufgefüllt.
Dieser Ansatz mit mehreren feinen Hyaluron-Depots an strategischen Punkten ist auch unter dem Begriff Liquid Lift (synonym: Liquid Lifting, Liquid Facelift) bekannt. Er beschreibt keine neue Substanz, sondern eine Behandlungstechnik, die das Gesicht in seiner Gesamtarchitektur denkt.
Welcher Ansatz für Sie passt — eine gezielte Einzelkorrektur oder ein umfassenderer Volumenaufbau — klären wir gemeinsam in der Beratung. Mehr zum Liquid-Lift-Ansatz auf der Behandlungsseite Hyaluron & Filler.
Nasolabialfalten oder Marionettenfalten?
Die beiden Faltentypen werden oft verwechselt. Nasolabialfalten verlaufen von der Nase zum Mundwinkel; Marionettenfalten setzen am Mundwinkel an und ziehen abwärts zum Kinn. Häufig treten beide gemeinsam auf, weil ihnen dieselben Ursachen zugrunde liegen. Welche Region bei Ihnen im Vordergrund steht, lässt sich am besten im persönlichen Gespräch beurteilen.