Was sind Krähenfüße?
Krähenfüße sind feine, strahlenförmig vom äußeren Augenwinkel ausgehende Fältchen. Ihren Namen verdanken sie der charakteristischen Fächerform, die an einen Vogelfuß erinnert. Umgangssprachlich heißen sie auch „Lachfältchen“ — denn sie zeigen sich besonders deutlich, wenn wir lächeln, blinzeln oder die Augen zusammenkneifen.
Sie gehören zu den sogenannten Mimikfalten: Sie entstehen dort, wo die Haut über Jahre denselben Bewegungen folgt. Die Haut rund um die Augen ist dabei besonders zart — sie ist dünner und hat weniger Talgdrüsen als die übrige Gesichtshaut. Deshalb zeigen sich erste Linien hier oft früher als anderswo.
Krähenfüße sind kein Makel und kein medizinisches Problem. Viele Menschen empfinden sie als sympathisch. Ob Sie etwas an ihnen verändern möchten, ist allein Ihre persönliche Entscheidung — und genau so gehe ich das Thema in der Beratung an.
Wie Krähenfüße entstehen — die Ursachen
Hinter Krähenfüßen steht ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren:
- Mimik. Der ringförmige Augenmuskel (Musculus orbicularis oculi) bewegt die Haut bei jedem Lächeln und Blinzeln. Über die Jahre hinterlassen diese wiederholten Bewegungen feine Linien.
- Natürliche Hautalterung. Mit der Zeit bildet die Haut weniger Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure. Sie verliert an Spannkraft und Feuchtigkeit — Fältchen prägen sich leichter ein.
- Äußere Einflüsse. UV-Strahlung ist der größte beschleunigende Faktor für die Hautalterung. Auch das Zusammenkneifen der Augen bei hellem Licht spielt eine Rolle.
- Lebensstil. Rauchen, wenig Schlaf, Flüssigkeitsmangel und Stress können den Prozess zusätzlich begünstigen.
Krähenfüße sind also vor allem Ausdruck eines ganz normalen, lebendigen Gesichts — kein Zeichen mangelnder Pflege.
Dynamische und statische Krähenfüße
Für die Behandlung ist eine Unterscheidung wichtig — sie entscheidet, welcher Weg sinnvoll ist:
- Dynamische Krähenfüße zeigen sich nur in Bewegung — beim Lächeln oder Blinzeln — und verschwinden in Ruhe wieder. Sie entstehen rein durch die Muskelaktivität.
- Statische Krähenfüße sind auch bei entspanntem Gesicht sichtbar. Hier hat sich die Linie bereits in die Haut eingeprägt, oft begleitet von nachlassender Hautqualität.
Häufig liegt eine Mischung beider Formen vor. Welcher Anteil überwiegt, lässt sich am besten im persönlichen Gespräch beurteilen — und bestimmt, ob eher die Mimik beruhigt oder die Hautqualität gestärkt werden sollte.