Was sind Marionettenfalten?
Marionettenfalten sind die Linien, die von den Mundwinkeln senkrecht nach unten in Richtung Kinn verlaufen. Ihren Namen tragen sie, weil sie an die beweglichen Mundpartien einer Marionette erinnern. Fachlich werden sie als mentolabiale Falten bezeichnet.
Sie können dem Gesicht einen müden, traurigen oder strengen Ausdruck verleihen — auch dann, wenn man sich gar nicht so fühlt. Genau diese Diskrepanz zwischen Ausdruck und Empfinden ist es, die viele Menschen als störend wahrnehmen.
Marionettenfalten sind kein Makel — sie sind Teil eines natürlichen Wandels. Ob Sie etwas an ihnen verändern möchten, ist allein Ihre persönliche Entscheidung, die ich respektiere.
Wie Marionettenfalten entstehen — die Ursachen
Marionettenfalten entstehen selten aus einer einzigen Ursache. Meist wirken mehrere Faktoren zusammen:
- Volumenverlust. Mit den Jahren geht Volumen im Mittelgesicht verloren. Die Wangen sinken leicht ab, und genau das verstärkt die Falte am Mundwinkel — die eigentliche Ursache liegt also oft höher im Gesicht.
- Hauterschlaffung. Nachlassendes Kollagen und Elastin verringern die Spannkraft der Haut.
- Schwerkraft und Knochenabbau. Auch die knöcherne Struktur verändert sich mit der Zeit, das Gewebe verliert seine Stütze.
- Muskelzug. Der Mundwinkel-Senker (Musculus depressor anguli oris) zieht die Mundwinkel nach unten und betont die Falte zusätzlich.
- Lebensstil. UV-Strahlung, Rauchen, wenig Schlaf und Stress beschleunigen den Prozess.
Marionettenfalten oder Nasolabialfalten?
Beide Faltentypen werden häufig verwechselt. Die Nasolabialfalten verlaufen von den Nasenflügeln zu den Mundwinkeln, die Marionettenfalten setzen an den Mundwinkeln an und ziehen abwärts. Oft treten sie gemeinsam auf, weil ihnen dieselben Ursachen zugrunde liegen. Für die Behandlung ist die genaue Unterscheidung wichtig — sie lässt sich am besten im persönlichen Gespräch treffen.